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Fasten und Ernährung bei Rheuma! PDF Drucken E-Mail
nahrungDie Ernährung spielt bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, egal ob es sich dabei um Arthrose oder eine rheumatoide Arthritis handelt, eine wichtige Rolle.
Obwohl es die „Rheumadiät“ so nicht gibt, von der purinarmen Kost bei Gichtkranken einmal abgesehen.


Dennoch lässt sich nach heutigen Erkenntnissen über die Entwicklung der Entzündung und auch nachgewiesen durch Studien eine gewisse Beeinflussung durch Diät nicht mehr leugnen.
Im praktischen Alltag kann ein leichter entzündungshemmender Effekt durch Einschränkung von Fleischmahlzeiten, Vermeidung von Wurst, Eigelb, Butter, und fettreichem Käse sowie durch Anreicherung  des Speiseplans mit mindestens zwei Fischmahlzeiten pro Woche erreicht werden.
Eine ganz strenge vegetarische Kost birgt die Gefahr einer zu geringen Versorgung mit Kalzium, Eisen und teilweise auch mit Eiweiß. 

Einzusätzlicher Weg, die Entzündung durch Nahrungsbestandteile zu beeinflussen, ist die Zufuhr von Antioxydantien in Form von Vitaminen E und C sowie Selen, Kupfer, Zink.Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis besteht öfters ein Mangel an diesen Vitaminen vermutlich weil der Bedarf bei den Rheumapatienten höher liegt. 

Doch werfen wir mal einen Blick auf einen Endbereich der „Entzündungskette“, die Arachidonsäure (eine Omega-6-Fettsäure) wird teilweise vom Körper selbst gebildet, teilweise aber mit der Nahrung aus tierischem Eiweiß aufgenommen.Besonders reich an Arachidonsäure sind Fleisch, Eigelb und Milchfett. 

Daher kann eine an diesen Lebensmitteln arme Kost zu einer Reduzierung der Arachidonsäure führen.Eine weitere Möglichkeit ist die Zufuhr der „Konkurrenten“ der Arachidonsäure, die deren Umwandlung zu Entzündungsstoffen hemmen. Als solcher Stoff  gilt die Eicosapentaensäure, eine omega-3- Fettsäure, die in Fischöl vorkommt. In Pflanzenölen wie Walnuss-, Raps-, Lein-, oder Sojaöl kommen andere omega-3-Fettsäuren vor, die im Körper zu dieser Arachidonsäure – Konkurrenz umgewandelt werden können. 

Bei der CP und anderen entzündlichen – rheumatischen Erkrankungen hilft Fasten und der Verzicht auf Fleischprodukte zumindest bei einem Teil der Betroffenen.Das Problem beim Fasten ist, dass es nicht jedem Patienten hilft, dass Fasten irgendwann ein Ende findet und dass nach der Beendigung des Fastens auch bei Fortführung einer vegetarischen Kost die Entzündung wieder ansteigen kann. 

Der Darm ist bei entzündlich – rheumatischen Erkrankungen eng an die Krankheitsentstehung geknüpft. Die Darmschleimhaut stellt bei allen Menschen eine wichtige und natürliche Schranke gegen Fremdeiweiß dar. Wird diese Schranke z.B. bei Darminfekten oder Gärungszuständen „undicht“, können akute Gelenkentzündungen auftreten. Eine solche Durchlässigkeit der Darmbarriere könnte die Ursache von vielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein, die häufigsten gegenüber Milch, Ei und Getreideprodukten.    
 
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Datum: 24.05.2013

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