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Für uns von der Rheumazentrale war diese Veranstaltung aus verschiedenen Blickwinkeln sehr interessant, gibt es neue Medikamente, die den Rheuma Patienten eine neue Perspektive bieten können, mit geringeren Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen?
Was würden die Pharma Firmen da anbieten können?
Wie reagieren die anwesenden Mediziner auf die Ausstellung und den Kongress?
Gibt es neue Informationen zu den gut bekannten Medikamenten, z.B. dem MTX oder den NSAR Präparaten? Wird auch den alternativen und den unterstützenden Therapien eine Bühne der Darstellung ihrer Möglichkeiten geboten? Wie würde die Diskussion mit den Patienten am letzten Tag der Veranstaltung ablaufen.
Der erste Tag überraschte uns durch eine recht ordentliche Präsentation der Pharma Firmen, die sich sehr gut und reichlich mit Informationsmaterial in Form von Schrift und Bild auf den Ansturm der Mediziner and der Presse vorbereitet hatte.
Die anwesenden Mediziner eilten von einem Stand zum anderen und auch zu den wissenschaftlichen Vorträgen in den Räumen des CCH Hamburg.
Die Vortragenden waren hoch kompetente anerkannte Mediziner, die zum Teil allerneueste Informationen aus der Forschung zum Vortrage brachten.
Für uns entstand recht bald der Eindruck, der Schwerpunkt dieser Veranstaltung lag eindeutig bei den „Biologics“, die neueste Waffe der Medizin im Kampf gegen das Rheuma. Kombinationsmöglichkeiten der Biologics mit MTX oder den NSAR Präparaten wurde sehr deutlich vorgetragen, mit all ihren Vor und Nachteilen.
Über das MTX, mit dem so ziemlich jeder Rheumatiker irgendwann konfrontiert wird, wurde nach unseren Empfinden recht wenig Neues erzählt, so das wir zu der Vermutung kamen, das MTX wird über kurz oder lang auslaufen und die Biologics übernehmen das Terrain, wenn denn endlich diese Präparate in einem akzeptablen Preis Limit liegen pro Patient.
Die alternative Medizin war sehr spärlich vertreten und kam in den Vortragsräumen überhaupt nicht zur Sprache, war bei der allgemeinen Ausrichtung dieses Kongresses sicherlich auch nicht wirklich zu erwarten.
Aber vom Samstag, den Tag der Patienten, da haben wir ein Feuerwerk der Information und der internen Gespräche erwartet, zwischen Pharma Firmen Vertretern und Patienten aber auch zwischen Ärzten und Rheumatikern.
Welche Ernüchterung, die Betroffenen durften den Saal der Ausstellung und der wissenschaftlichen Information nicht betreten, die Menge der Ärzte vom Vortage war verschwunden, die Patienten durften sich eine Preisverleihung anschauen und angemeldete Fragen stellen , die dann kurzmöglichst abgehandelt wurden.
Nach Aussage einer Anwesenden Rheumatikerin mit ihrem Mann: „Wir fühlen uns hier etwas verloren. Eigentlich hatten wir doch etwas mehr erwartet.“
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